Die Staatsbahn
Swakopmund - Windhuk
Abschnitt Richthofen - Rössing

Am 1.Dezember 2016 konnte den ersten 13 Kilometern des Streckenabschnitts Richthofen-Rössing nach mehreren Anläufen
nun endlich ein erfolgreicher Besuch abgestattet werden. Hier der Blick zurück bei km:20,6 (alle Strecken-Kilometerangaben
erfolgen nach eigener Messung) nach Richthofen, einen guten halben Kilometer hinter dem Bahnhof.

Die Gleise der Staatsbahn lagen etwa 500m nördlich des Swakop und verliefen vorerst nach Osten.

Mittels einer Linkskurve, einen knappen Kilometer hinter Richthofen, schwenkte die Staatsbahn im Bett dieses Trockenflusses
aus dem Swakoptal heraus. Richtung Nordosten ging es die kommenden 6,5 Kilometer. Das sicherlich in den letzten gut
100 Jahren mehrfache Abkommen des Riviers, die Rivierbreite variiert zwischen 100 und 200 Metern, hat hier jegliche
Relikte der Eisenbahn verschwinden lassen. Mit Blick Rössing ist ganz hinten der gleichnamige Berg erkennbar.

Bei km:22,9 ein letzter Blick zurück ins Swakoptal, welches vor der Bergkette quer verläuft.

Es folgt bei km:27,8 eine Kurve nach Osten mit einer ersten Stein-Markierung, ich bezeichne sie mal als Bake. Diese wurden
vom Voraustrupp der Eisenbahn-Pioniere zur Orientierung der Linienführung für den Bautrupp errichtet. Die Eisenbahn
verlief nach wie vor unten im Rivier, von links von Swakopmund kommend bergan nach rechts Richtung Windhoek.

Diesselbe Bake Blick Osten. Verschiedene kleinere Seitenriviere münden in diesen hier felsigeren Abschnitt des Flusses.

Durch diesen Engpaß zwängten sich Staatsbahn und ein Teil des bisherigen Rivierbetts. Das links oben aufgestapelte
Türmchen ist neueren Datums. Blick Swakopmund.

Auf der in Fahrtrichtung linken Rivierseite findet sich diese Bake bei km: 28,2. Der Engpaß Blick Swakopmund im Hintergrund.

Dieser Bake sind ebenfalls zwei aus Steinreihen wegführende Flanken angesetzt. Das Rivier links Richtung Rössing.

Der Engpaß von der Gegenseite von oberhalb betrachtet. Nach links gen Swakopmund.

Der Blick vom gleichen Standort Richtung Rössing. Die Bahn folgte dem rechten Bett des Riviers weiter flußaufwärts
in einer langgestreckten Linkskurve den folgenden guten Kilometer.

Blick Swakopmund. Dieser Steinmarker im Rivierbett befindet sich in Höhe der Ein/Ausfahrt der nun folgenden Station.

Genau mittig zwischen Richthofen und Rössing befand sich die Station km: 29,5. Die mit einer Weiche ausgestattete
Betriebshaltestelle diente warscheinlich nur zum Passieren lassen zweier Züge zwischen den Bahnhöfen.

Den Betriebshalt an dieser Station nutzte sicher der mit der Staatsbahn reisende Fotograf zum Tätigen dieser Aufnahme.
Das Vergleichsfoto zu obiger Aufnahme. Postkarte: Quelle Internet.

Blick über die Station km:29,5.

Hier finden sich etliche Relikte aller möglichen Arten aus vergangenen Tagen.



Ein Blick zurück in Richtung Richthofen/Swakopmund über die Station km:29,5.

Knapp einen halben Kilometer weiter stehen etwas erhöht 3 Baken. Die Erstere hier mit Blick ins seitlich vorbeilaufende Flußbett.

Die Mittlere Bake im Vordergrund, die Erstere ist 100 Meter weiter etwas oberhalb im Bild erkennbar. Mit Blickrichtung
Swakopmund liegt etwa in Bildmitte am rechten Rivierrand die einstige Station km:29,5.

Die dritte der Baken ist wiederum um die 100 Meter weiter bei km:30,0 errichtet worden. Die Bahn dürfte
im linken Rivier weiter nach Rössing verlaufen sein.

Bei km:30,4 befindet sich nun mitten im Flußbett der nächste aus Steinen aufgetürmte Marker.

Dann folgt noch eine Bake am km:31,1, diesmal erhöht und vor etwaigen Fluten sicher auf einem Fels errichtet.

Bis zum Bahnhof Rössing sind es nun noch 9 Kilometer. Wo hier einmal die Bahn verlief?

Bei km:32,6 kommen dann doch noch ein paar Meter Bahndamm in Sicht.

Und auch hier fanden sich Überbleibsel längst vergangener Zeit.

Blick Swakopmund. Bis hier, seit Verlassen Richthofens vor 13 Kilometern, hat die Bahn 200 Meter an Höhe gewonnen.

In Blickrichtung verlief die Staatsbahn, die Wasser Pipeline von Swakopmund zur Rössing-Mine und dahinter den parallel
verlaufenden Trans Kalahari Highway tangierend, weiter. Nur wenige Meter hinter der Fernstraße liegt die Gleistrasse
der einstigen OTAVI-Bahn von Swakopmund über Usakos und Omaruru nach Tsumeb.
Der weitere Verlauf der Staatsbahn-Linie bis zur Station Rössing wird später einmal nachverfolgt.
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